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BIOGRAFIE


FAKTEN



Ruslana stammt aus Lwiw in der Westukraine. Bereits mit vier Jahren ging sie auf Initiative ihrer Mutter in eine experimentelle Musikschule. Das Mikrofon war ihr erstes Spielzeug und Noten lernte sie eher als Buchstaben. Schon damals kristallisierte sich heraus, dass Ruslana ihr ganzes Leben der Musik widmen würde. Ihr Studium am Musik-Konservatorium Lwiw schloss sie als Pianistin und Orchesterdirigentin ab. Dass sie eine erfolgreiche Sängerin werden würde, war nur eine Frage der Zeit.  

 

Ruslanas Star-Karriere begann 1996 mit ihrem Sieg beim Internationalen Song-Festival Slovianskiy Bazar im weißrussischen Vitebsk. In den folgenden Jahren erhielt Ruslana in der Ukraine mehr als 40 Preise, unter anderem mehrfach für die Person des Jahres, die Sängerin des Jahres, das Projekt des Jahres.

 

In ihrer Heimat seit Jahren ein gefeierter Superstar kam Ruslanas internationaler Durchbruch mit ihrem sensationellen Sieg beim Eurovision Song Contest im Mai 2004 in Istanbul. Innerhalb weniger Tage lernte ein Milliardenpublikum die Sängerin aus der Ukraine kennen. Ihr unverwechselbarer Sound, ihre Energie und Ausstrahlung waren dabei der Schlüssel zum Erfolg.

 

Ruslana Siegersong Wild Dances war absolut einzigartig in Bezug auf Musik, Tanz und Kostüme. Der Musikstil "Drive-Ethno-Dance" basiert auf der exotischen und völlig neuartigen Verschmelzung von ethnischen Klängen des ukrainischen Bergvolks der Hutsulen mit modernen Rock-, Pop- und Dance-Elementen. Auf ihren Expeditionen für ihr Wild Dances-Projekt in die Karpaten sammelte Ruslana Rhythmen, Tänze und Kostüme der Bergvölker, die kurz davor waren, in Vergessenheit zu geraten, und integrierte sie in ihre Show.

 

Mit dem von ihr selbst geschriebenen und produzierten Album Wild Dances holte sie in der Ukraine fünfmal Platin – in einem Land mit stark verbreiterter Audiopiraterie eine echte Sensation. Nach ihrem Sieg beim Eurovision Song Contest hagelte es auch international zahllose Preise und Anerkennungen, unter anderem erhielt sie 2004 den World Music Award in Las Vegas und im Frühjahr 2006 wurde Wild Dances in einer von der ARD initiierten Internet-Abstimmung zum besten Eurovision-Song aller Zeiten gewählt.

 

Wochenlang hielt sich die Single Wild Dances in Top-Positionen der Charts vieler europäischer Länder wie Schweden, Griechenland und der Tschechischen Republik. In Belgien war der Song gar 11 Woche auf Platz 1. Der enorme Erfolg bescherte der Ukrainerin Konzerte und Fernsehauftritte rund um den Globus – von Kanada bis Sibirien, von Island bis Griechenland, von der Türkei bis China.

 

Im Jahr 2008 beschritt Ruslana mit ihrem Wild-Energy-Projekt ganz neue Wege und verband audiovisuelle Kunst, Literatur und soziales Engagement in außergewöhnlicher Weise. Das ukrainische Album Amazonka, das englischsprachige Pendant Wild Energy und die musicalartige, furiose Konzept-Show basieren auf einer Science-Fiction-Story. Musikalisch sind neben ihren einzigartigen Stilelementen auch R’n’B-Einflüsse unverkennbar, nicht zuletzt dank zweier Duette mit den US-Superstars T-Pain und Missy Elliot.

 

Im April 2012 erschien der neue Longplayer der Powerfrau – zunächst in der ukrainischen Version. Das von ihr selbst geschriebene und produzierte Werk Ey-fori-ya (später umbenannt in Miy Brat) und das ein Jahr später erschienene englischen Album My Boo (together) überzeugt musikalisch durch die einzigartigen Ruslana-typischen Elemente. Alte Folktänze und Einflüsse klassischer Stücke russischer Komponisten wie Glinka, Tschaikowsky, Mussorgsky und Rachmaninow, die mit modernen Rock-, Pop- und Dance-Grooves verschmelzen zu einem einzigartigen Sound.

 

2012 ging Ruslana mit dem neuen Album im Gepäck auf Tour durch 24 Städte der Ukraine und anschließend präsentierte sie ihre Show in den USA, der Türkei, Zypern, Russland und Belgien. Diese OGO-Show genannten, spektakulären Live-Konzerte sind mit kaum etwas vergleichbar, was es sonst an Show-Produktionen auf dem Planeten gibt. Ruslana – die charismatische Künstlerin mit ihrer Power und Strahlkraft - und ihre Tanztruppe warten mit noch furioseren, akrobatischen Tanzdarbietungen auf und beziehen das Publikum in flashmobartige Synchron-Tänze ein - ein einmaliges Erlebnis!

 

Humanitäres Engagement, insbesondere für kranke Kinder und Waisen ist für Ruslana eine Herzensangelegenheit. Ihre Wohltätigkeitsprojekte sind Legion. So engagierte sie sich zusammen mit Rock-Legende Peter Maffay in seinem Projekt "Begegnungen – Allianz für Kinder" für Tschernobyl-geschädigte Kinder. Von der UNICEF zur Botschafterin des guten Willens ernannt, setzt sich Ruslana leidenschaftlich gegen Menschenhandel ein. In Kooperation mit der Deutschen Botschaft in Kiew produzierte sie ein Fernsehspot, der junge Frauen vor den Gefahren der Zwangsprostitution warnen soll. Um den Opfern einer verheerenden Flutkatastrophe in der West-Ukraine zu helfen, initiierte sie einen Hilfsfond. Mit ihrer Kampagne „Schweig nicht“ kämpfte sie gegen Justizwillkür in der Ukraine.

 

Im Herbst 2004 unterstützte Ruslana die demokratischen Prozesse in der Ukraine, die als Orangene Revolution in die Geschichte eingingen. Als Volksvertreterin im wahrsten Sinne des Wortes war sie von Frühjahr 2006 bis Sommer 2007 Mitglied des ukrainischen Parlaments.

 

Als im November 2013 die Menschen in der Ukraine auf die Straße gingen, um für europäische Werte und gegen das korrupte Regime zu demonstrieren, war Ruslana vom ersten Tag an aktiv dabei und wurde zu einer Symbolfigur der als EuroMaidan bekannt gewordenen Proteste. Drei Monate lang verbrachte die Sängerin Nacht für Nacht auf Kiews Unabhängigkeitsplatz, inspirierte die Menge von der Bühne aus und koordinierte Aktionen. In der Folge nutzte sie ihren internationalen Bekanntheitsgrad, um sich auf dem politischen Parkett von Berlin bis Brüssel, von Straßburg bis Washington für diplomatische Hilfe bei der andauernden Krise in ihrem Heimatland einzusetzen. Ihr ungeheures Engagement wurde in Tausenden von Medienberichten in aller Welt gewürdigt, in denen sie unter anderem als „Heldin der Ukraine“, „Herz und Seele der Proteste“, „Königin der Nacht“ oder „Stimme der Revolution“ bezeichneten wurde.

 

Ruslana hat kein künstlich geschaffenes Image - weder auf musikalischer, noch auf politischer oder sozialer Ebene. Sie ist authentisch. Sie selbst ist Produzentin ihres Erfolges. Ruslana ist Komponistin und Choreographin, eine professionelle Dirigentin und Pianistin. Sie schreibt die Drehbücher für ihre Videoclips und kümmert sich um die Dreharbeiten. Sie ist unmittelbar beteiligt am Entwurf der Bühnenkostüme und Dekorationen sowie an den Licht- und pyrotechnischen Partituren und Effekten.

 

In erster Linie ist Ruslana aber eine überaus talentierte Sängerin, eine Ausnahmekünstlerin, die die Gabe besitzt, ihr Publikum mit ihrer Persönlichkeit, Ausstrahlung und Stimmgewalt zu begeistern.

 

Nach einer langen kreativen Pause, die durch die dramatischen Ereignisse in der Ukraine bedingt waren, stellte Ruslana am 13. Mai 2017 beim Eurovision-Finale in Kiew ihre neue Single It’s Magical vor. Herausgekommen ist dabei ein ganz eigenes Genre, eine ungewöhnliche Mischung aus zartem Wiegenlied, schwungvollen exotischen Melodien und harten Beats. Die ursprüngliche, ethnische, ja mystische Gesangsform, auf der das Stück basiert, hat Ruslana sich in den Karpaten auf zum Teil extremen Expeditionen angeeignet. Die Single ist in einer ukrainischen und einer englischen Version erschienen. Aber das Lied enthält noch eine weitere Sprache – die Sprache unserer Herzen.

 

Größe: 164 cm
Gewicht: 49 kg
Geburtstag: 24. Mai
Sternzeichen: Zwilling
Musikstudium: Abschlüsse in Orchesterleitung und Klavier
Augenfarbe: braun
Haarfarbe: Kastanie
Charakter: wild
Lieblingsfarbe: Ultramarin
Lieblingsding: Steine
Lieblingsort: Karpaten
Lieblingshobby: Extremsport

 


AUSZEICHNUNGEN

 

1996 – Gewinnerin des Internationalen Festivals Slovianskiy Bazar, Vitebsk, Weißrussland

 

1999 – Persönlichkeit des Jahres, Bestes Lied des Jahres (Svitanok) und bestes Video des Jahres (Svitanok)

 

2003 – Platin für das Album Dyki Tantsi (Wild Dances), verliehen durch die Internationale Gesellschaft der Phonoindustrie (Kiew, London)

 

2004 – Gewinnerin des Eurovision Song Contest in Istanbul, Türkei

 

2004 – Künstlerin des Volkes der Ukraine

 

2004 – Persönlichkeit des Jahres (Nominierung: Künstlerin des Jahres)

 

2004 – World Music Award als erfolgreichste Künstlerin der Ukraine, Las Vegas, USA

 

2006 – Bestes Eurovision-Lied aller Zeiten (Wild Dances), Abstimmung des NDR

 

2008 - Zweitbestes Eurovision-Lied aller Zeiten (Wild Dances), Abstimmung des NDR

 

2009 – Sonderpreis, Asia Song Festival

 

2013 - Top 10 der einflussreichsten Frauen - Forbes Magazin Russland

 

2014 - International Women of Courage Award, Washington D.C., USA

 

2014 - Atlantic Council: Distinguished Humanitarian Leadership Award, Washington D.C., USA

 

2014 - Lech Walesa Preis, Gdansk, Polen

 

2015 - Lew Kopelew Preis für Frieden und Menschrechte, Köln

 

 
 

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