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23.11.2013 Revolution in der Ukraine - Ruslana ruft zu Pro-EU-Demo auf

Nachdem die ukrainische Regierung den über Jahre geplanten Annäherungsprozess an die EU gestern überrascht gestoppt hatte, kam es zu spontanen Massenprotesten der Bevölkerung in der Hauptstadt Kiew sowie zahlreichen anderen Städten der Ukraine.

Die ukrainische Sängerin Ruslana stellt sich auf die Seite der Regierungsgegner. Im Herbst 2004 war sie bei dem als Orangene Revolution in die Geschichte eingegangenen Umbruch, zu einer Symbolfigur geworden. Die Proteste gegen den Wahlbetrug des damaligen Präsidentschaftskandidaten Wiktor Janukowytsch waren unblutig und erfolgreich verlaufen. Der Wahlbetrüger wurde aus dem Amt gejagt. Doch 2010 wurde er dennoch als Präsident gewählt und steuert seither einen Pro-Russland-Kurs.

„Wir müssen der Welt zeigen, dass die Ukraine nach Europa gehört!“, rief Ruslana letzte Nacht ihren Landsleuten bei einer spontanen Großdemonstration auf dem Maydan, dem Platz der Unabhängigkeit in Kiew, zu. 

Auf ihrer Website und den sozialen Netzwerken ruft die Sängerin zu einer Massenkundgebung am morgigen Sonntag in Kiew auf: „Lasst nicht zu, dass uns unsere Zukunft gestohlen wird!“

Russland hatte dem Nachbarland mit Handelssanktionen gedroht, sollte es sich weiter an die EU annähern. Die für kommenden Freitag in der litauischen Hauptstadt Vilnius anberaumte Unterzeichnung eines Abkommens über die engere Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und der EU wurden nun von der ukrainischen Regierung kurzfristig abgesagt.
 

 

 

 

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