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08.12.2013 „Barbarischer Akt“
Ruslana verurteilt die Zerstörung der Lenin-Statue in Kiew

Am Rande der Großkundgebung der Regierungsopposition am heutigen Sonntag in Kiew warfen Maskierte eine Lenin-Statue zu Boden. Ruslana, die seit der ersten Stunde der Proteste vor knapp zwei Wochen an vorderster Front kämpft, spricht von einem „barbarischen Akt“.

Die Massendemo mit mehreren Hunderttausend Teilnehmern war vollkommen friedlich verlaufen. Ein Meer aus blau-gelben ukrainischen und EU-Flaggen füllte den Maidan, den symbolträchtigen Unabhängigkeitsplatz im Zentrum Kiews. Die Menschen gehen gegen den pro-russischen Kurs ihrer Regierung und für eine Annäherung an die EU auf die Straße.

„Dies ist eine kreative Revolution! Es ist nicht nur eine Revolution, sondern eine Evolution!“ rief Ruslana der Menge von der Bühne aus zu. Die Sängerin ist durch ihren unermüdlichen Einsatz zu einer Symbolfigur der Pro-Europa-Bewegung geworden.

Das Umstürzen der Lenin-Statue verurteilt Ruslana aufs Schärfste: „Wir brauchen keine barbarischen Handlungen. Wir verurteilen Vandalismus, Gewalt und alles, was die Ukrainer spalten kann. Kein Denkmal ist es wert, zum Schicksal des Maidan zu werden. Wir wollen den europäischen Werten und Prinzipien des Humanismus näher kommen. Jetzt, da unsere friedlichen Proteste für den Rücktritt der kriminellen Regierung eine geschlossene Solidarität erfordern, kommt die Zerstörung von Denkmälern und jede Aggression einer Kehrtwende gleich. Es wäre die entgegengesetzte Richtung der europäischen Integration und der humanen Gesellschaft.
Wir müssen zivilisiert handeln!
Wir wollen nicht, dass diese Kreative Revolution in Ausschreitungen endet.“


 

 

 

 

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