DE EN UA

 
                     
NEWS

15.4.2015 Ruslana für Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte nominiert

Die ukrainische Sängerin Ruslana erhält den renommierten Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte und wird damit erneut für ihr unermüdliches humanitäres und soziales Engagement ausgezeichnet. Das Lew-Kopelew-Forum verleiht jedes Jahr einen nicht-dotierten Preis an Personen und Projekte, die im Sinne des russisch-ukrainischen Humanisten in herausragender Weise für Völkerverständigung und Menschlichkeit tätig sind.

Für Ruslana, die 2004 den Eurovision Song Contest mit „Wild Dances“ gewann, ist soziales Engagement schon immer eine besondere Herzensangelegenheit gewesen. So tourte sie mit Rocklegende Peter Maffay im Rahmen seines Begegnungen-Projekts, um Spenden für Tschernobyl-geschädigte Kinder zu sammeln. Seit Beginn der Maidan-Proteste im November 2013 in Kiew machte sie sich für einen West-Kurs, für Frieden, Demokratie und die Einheit ihres Landes stark. Monatelang motivierte und inspirierte sie die Nation für einen friedlichen Widerstand gegen das korrupte Janukowitsch-Regime und wurde so zu einer Symbolfigur der Bürgerbewegung. Bei der EU und den Regierungen der Welt – von Litauen bis Kanada – warb sie leidenschaftlich für Sanktionen gegen Russland und Unterstützung für die Ukraine. Mehrfach gelang es ihr im von den Separatisten besetzten Donetsk gefangene ukrainische Soldaten frei zu bekommen. Mit ihrer eigenen Stiftung unterstützt sie zudem Flüchtlinge aus der Ostukraine und die medizinische Versorgung verwundeter Soldaten.

Für ihren unbeirrbaren Einsatz wurde die studierte Musikerin mit diversen Preisen geehrt, unter anderem dem Lech-Walesa-Preis, den Preis für hervorragende humanitäre Führungsstärke (Distinguished Humanitarian Leadership Award) des Atlantic Council und den von First Lady Michelle Obama überreichten Woman of Courage Award des US-Außenministeriums.

Lew Kopelew, ein in Kiew geborener jüdischer Russe, hat sich als überzeugter Europäer für die Völkerverständigung und ein tolerantes Miteinander insbesondere von Ost und West eingesetzt. Das gemeinnützige Lew-Kopelew-Forum mit Sitz in Köln, wo der Namensgeber aus der Sowjetunion ausgebürgert jahrelang gelebt und gewirkt hat, führt sein Werk fort. Der am 19. April in Köln verliehene Preis geht außer an Ruslana an den russischen Sänger Andrej Makarewitsch, den ukrainischen Menschenrechtler Jewgenij Sacharow und den russischen Kinderbuchautor Eduard Uspenskij. Die Laudatio hält der Präsident des Europaparlaments Martin Schulz.

Ruslana, deren soziales Engagements ihr in den letzten anderthalb Jahren kaum Zeit für ihre künstlerische Tätigkeit ließ, kommt am 16. Mai für ein spektakuläres Live-Konzert nach München. Der Erlös kommt ihrer gemeinnützigen Stiftung zugute.

Weitere Informationen: Lew-Kopelew-Forum >>

News-Archiv >>

 

 
 

:: Kontakt